In privater Angelegenheit – Ringschluss Linie 301

Es gibt Dinge im Leben, die kann ich nicht einfach hinnehmen. Dazu gehört eine Idee der Stadt Gelsenkirchen eine Straßenbahnlinie von Gelsenkirchen-Horst nach Gelsenkirchen-City (Bahnhof) zu planen und zu realisieren. Aber es sprechen sehr viele Gründe dagegen. Deshalb nutze ich meine persönliche Seite, damit jeder meine ausführlichen Gründe kennenlernen kann. Es würde mich freuen, wenn möglichst viele Menschen sich gegen den Ringschluss aussprechen, denn wir müssen unseren Grünbestand schützen und Geldverschwendung vermeiden.
Meine persönliche Meinung zum Ringbau der Straßenbahnlinie 301 in Gelsenkirchen
Ich spreche mich gegen den geplanten Ringbau der Straßenbahnlinie 301 in der derzeit vorgesehenen Form aus.
Ich weiß die Bedeutung eines leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehrs ausdrücklich zu schätzen. Gleichzeitig bin ich der Auffassung, dass die jetzige Infrastrukturprojekte durch die Busverbindung des SE36 und des 383 ausreichend sind.
WAZ 23.06.2026 „Kommunen am Limit“: Gelsenkirchens OB warnt vor schmerzhaften Folgen
Gelsenkirchen. Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin warnt vor einer nie dagewesenen Finanzkrise der Städte: „Bürger verdienen eine Zukunft, die wir gestalten können.“
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Das die Politiker dieser Stadt dem Referat 69 Mobilität einen Auftrag erteilt für eine Machbarkeitsstudie in Höhe von 1 Million Eure (lt. Spotlight und WAZ) ist ein Schlag ins Gesicht der Gelsenkirchener Bürgerinnen und Bürger.
Meine Bedenken
• Hohe Investitions- und Folgekosten für die öffentliche Hand und das in einer Stadt mit hohen Schulden
(Planungskosten 1 Mio. Euro, Baukosten – geschätzt 10 Millionen, zudem hohe Instandhaltungskosten auch durch den Klimawandel)
Recherche im Internet:
Was auf uns tatsächlich zukommen wird am Beispiel Umbau Linie 301 Horster Straße: 40 Millionen, Baustellendauer 10 Jahre
Und auch wenn es entsprechende Fördermittel vom Bund gibt, sollte diese sinnvoller in unsere Stadt investiert werden, z.B. in die Reparatur von Straßen, Schulen, Schwimmbäder, Senkung der Preise im ÖPNV gerade im Bereich der Kurzstrecken….
Folgende Faktoren treiben die Kosten für Verkehrsbetriebe im Schienenverkehr durch mehr Hitzetage in Folge des Klimawandel in die Höhe:
• Hitzeschäden an den Gleisen: Bei direkter Sonneneinstrahlung können sich Schienen auf über 60°C aufheizen. Dadurch dehnt sich der Stahl aus, was im schlimmsten Fall zu Gleisverwerfungen (Verbiegungen) führen kann. Um dies zu verhindern, müssen Gleise teils aufwendig neu justiert oder präventiv mit einer höheren Neutralisierungstemperatur verlegt werden. (Erhöhte Baukosten)
• Ausdehnung der Fugenmasse: Der Asphalt oder die Bitumenmasse, die Straßenbahngleise im Straßenraum abdichtet, wird bei extremer Hitze weich und kann sich verflüssigen. Dies erfordert häufigeres Nachbessern und Reinigen. (erhöhte Kosten)
• Starkregen und Überflutungen: Häufigere Starkregenereignisse führen zu Unterspülungen von Gleisbetten und verursachen weitere Kosten. Zusätzliche Schutzmaßnahmen (wie größere Regenrückhaltebecken oder Entsiegelungsmaßnahmen) verursachen hohe einmalige Anpassungskosten.
Diese Kosten gehören nicht unbedingt in die Baukosten, belasten aber den Finanzhaushalt. Zudem werden dadurch weitere Baustellen (Kosten) und damit Umleitungen/Staus verursacht. (Erinnerung Horster Straße 10 Jahre)
• Dauer der Baustelle und Verdrängung des Verkehrs auf Ausweichstraßen
• Beeinträchtigungen für Anwohnerinnen und Anwohner durch Bauarbeiten und veränderte Verkehrsführungen in ganz Gelsenkirchen
• Weniger Neubürger, dafür mehr Wegzug, verringerte Wertschöpfungskettel, Schließung weiterer Geschäfte während der gesamten Bauphase
• Überlastung der Ausweichstraßen, die zum Teil bereits marode sind, was weitere Baustellen zur Folge hat. (Weitere Kosten)
• Eingeschränkte Erreichbarkeit von Wohn- und Geschäftsbereichen.
• Verspätungen des ÖPNV durch überlastete Straßen
• Gerade die Logistikunternehmungen müssen mit vermehrten Verspätungen rechnen. Wirtschaftlicher Schaden, weniger Steuereinnahmen
Hier möchte ich nur das Logistikunternehmen Winit Germany GmbH nennen. Die Gespräche mit der Wirtschaftsförderung und die Verhandlungen um ein solches Unternehmen für Gelsenkirchen zu gewinnen, werden „ad absurdum“ gesetzt. Sollte die Geschäftsleitung von diesen Plänen erfahren kann das die Pläne gefährden.
Die wichtigsten Details zur Ansiedlung:
o Standort: MLP Business Park Schalke (früheres Thyssen-Drahtwerksgelände an der Kurt-Schumacher-Straße/Berliner Brücke).
o Fläche: Rund 36.300 Quadratmeter Lager- und Servicefläche.
o Arbeitsplätze: Nach einer Anlaufphase sollen vor Ort 250 bis 300 neue Arbeitsplätze (von Lagerhelfern bis hin zu IT-Fachkräften) entstehen.
Lt Internet: „Gelsenkirchen ist in den vergangenen Jahren zudem durch weitere Großprojekte als Logistikstandort gewachsen. Weitere Informationen zu den Projekten finden Sie direkt bei der Stadt Gelsenkirchen.
Vielleicht vorher mal mit anderen Abteilungen der Stadt sprechen. (gem. Telefonat mit Herrn Anh Quan Nguyen ist ein Austausch mit der Wirtschaftsförderung nicht erfolgt!)
Weitere Punkte:
• Kein Mehrwert für neue Wirtschaftsunternehmungen, sondern ein Ausschlusskriterium für Neuansiedlungen während der gesamten Bauzeit (weniger Steuern)
• Wertminderung von Immobilien an der Straßenbahnlinie
• Fällung von gesunden Straßenräumen und die Folgen:
Lt. Recherche im Internet:
Die Fällung gesunder Straßenbäume führt gerade an Hauptverkehrsstraßen zu dramatischen lokalen Verschlechterungen des Stadtklimas. Bäume wirken dort als essenzielle natürliche Klimaanlagen, Schadstofffilter und Schattenspender. Der Verlust dieser Großgrünflächen heizt das ohnehin dichte und versiegelte urbane Umfeld massiv auf.
Auswirkungen auf das Stadtklima durch Baumfällungen
– Verlust der natürlichen Klimaanlage (Transpiration):
Bäume verdunsten große Mengen Wasser über ihre Blätter. Dieser Verdunstungsprozess entzieht der Umgebungsluft aktiv Wärme. Fällt dieser Effekt weg, steigen die Umgebungstemperaturen in Straßenschluchten spürbar an.
– Verstärkung des städtischen Hitzeinseleffekts:
An Hauptverkehrsstraßen absorbieren Asphalt, Beton und parkende Autos die Sonnenstrahlung und geben die Wärme nachts wieder ab. Das Blätterdach großer Bäume verhindert, dass sich der Boden und die Fassaden zu stark aufheizen. Fehlt dieser Schatten, heizt sich die Straße auf.
– Wegfall der Luftfilter und Schattenspender:
Straßenbäume binden Feinstaub und wandeln klimaschädliches CO₂ in Sauerstoff um. Gesunde Bäume filtern zudem Abgase und verbessern die Durchlüftung, indem sie den Wind lenken.
– Verschlechterung des Mikroklimas:
Die Entfernung selbst gesunder Bäume führt dazu, dass die gefühlte Temperatur (Hitze-Stress) für Anwohner und Fußgänger stark zunimmt.
Weitere Kosten, da Ausgleichspflanzungen getätigt werden müssen.
Lt. Recherche im Internet:
Wenn ein Straßenbaum gefällt werden muss, hat in der Regel die Neupflanzung (Ersatzpflanzung) Vorrang. Ist dies nicht möglich oder wirtschaftlich unzumutbar, fällt eine Ausgleichszahlung an. Die Höhe dieser kommunalen Ausgleichsabgabe variiert je nach Stadt und Baumart, beläuft sich in Nordrhein-Westfalen aber meist auf ca. 450 € bis 1.500 € pro Baum.
Die genauen Kosten und Regelungen sind in der jeweiligen Baumschutzsatzung verankert. In Gelsenkirchen gilt Folgendes:
– Berechnungsgrundlage: Die Ausgleichszahlung orientiert sich am durchschnittlichen Anschaffungswert des Baumes, der als Ersatz dienen müsste.
– Zusatzkosten: Auf diesen Nettoerwerbspreis wird zusätzlich eine Pflanzkosten- und Anwuchspflegepauschale von 30 % aufgeschlagen.
– Verwendung der Mittel: Die eingezogenen Gelder sind zweckgebunden und werden durch die Stadt bzw. Gelsendienste für Ersatzpflanzungen vorzugsweise in unmittelbarer Nähe des alten Standortes verwendet. (Wo denn?)
Gemäß einer Zählung (Gießpatenschaften) geht es um ca. 600 Pflanzen, bei ca. 400 Bäumen sind das weitere Kosten von ca. 400.000 €. Zzgl. Pflanzkosten- und Anwuchspflegepauschale ca. 120.000 € = gesamt 520.000 €
Viele Gelsenkirchener wissen es zu schätzen von Gelsenkirchen über die Grothusstraße – An der Rennbahn an einer wunderschönen Baumallee entlang zu fahren, was auch unsere Oberbürgermeisterin in einem Zeitungsartikel äußerte.
• Alleine die Planungskosten von einer Million Euro hätte sich die Stadt sparen können, wenn die Stadt eine bessere Kommunikation mit anderen Abteilungen tätigen würde um dort deren Meinung einzuholen, z.B. das Umweltamt und die Wirtschaftsförderung.
• Fehlende Notwendigkeit, da die Linie SB 36 (direkte Linie nach Gelsenkirchen) und der 383 (über die Feldmark) als Buslinien die Verbindung zwischen Horst und Gelsenkirchen herstellen.
• Bei einer direkten Route von Horst nach Gelsenkirchen ist eine Straßenbahn nicht wesentlich schneller als der SB 36. (Sollte die Linie überlastet sein, könnte man die Taktung erhöhen oder eine weitere Buslinie integrieren. (und nur, damit die Personen der 301 nicht umsteigen müssen?
• Die Argumentation, dass Straßenbahnen umweltfreundlicher sind, ist inzwischen relativ. In Gelsenkirchen gibt es bereits Elektrobusse. Inzwischen wird da rann gearbeitet, dass Wasserstoff als Treibstoff eingesetzt wird.
Chaos und Imageschaden durch Gäste bei Veranstaltungen z.B.:
Die Top-Events in Gelsenkirchen
1. Gigantische Stadion-Konzerte & Party-Reihen mit tausenden von Besuchern
• Weltstars in der VELTINS-Arena: Nach Rekordjahren mit Künstlern wie Taylor Swift zieht die Arena weiterhin Größen wie die Böhsen Onkelz oder Herbert Grönemeyer an- wenn dann nicht die Baustelle wäre.
• Olé auf Schalke: Eine der größten Mallorca-Party-Touren der Welt bringt im Herbst Tausende feierwütige Schlager- und Partyfans in die Arena.
• Open-Air-Highlights im Amphitheater: Hier treten im Sommer etablierte Künstler auf, darunter Acts wie Alice Cooper, Katie Melua und Nino de Angelo.
2. Festivals & Kulturelle Highlights
• Folkfield Festival: Ein beliebtes jährliches Musikfestival im Amphitheater Gelsenkirchen, das Folk-Fans und Anhänger handgemachter Musik anzieht.
• RockHard Festival: Das weit über die Region hinaus bekannte Event ist das einzige Ruhrgebiets-Festival mit internationalen Metal-Größen.
• ExtraSchicht: Als „Nacht der Industriekultur“ gehört dieses Event zu den Höhepunkten, bei dem das kulturelle Erbe der Stadt auf faszinierende Weise illuminiert und gefeiert wird.
3. Sport-Events der Extraklasse
• Biathlon auf Schalke: Dieser Publikumsmagnet bringt jedes Jahr im Dezember internationale Wintersport-Action in die VELTINS-Arena, ergänzt durch ein buntes Rahmenprogramm.
• Fußball-Bundesliga: Die Heimspiele des FC Schalke 04 füllen das Stadion regelmäßig mit zehntausenden leidenschaftlichen Fußballfans. (Von den anderen lokalen Sportvereinen wie z.B. den Gelsenkirchen-Devils einmal abgesehen)
• Und auch die Trabrennbahn darf man nicht vergessen
4. Theater, Kabarett & Comedy
• Musiktheater im Revier (MiR): Eines der optisch reizvollsten Theater Nordrhein-Westfalens, das mit Opern, Sinfoniekonzerten, Ballett und Tanztheater Kulturbegeisterte anlockt.
• KAUE & Hans-Sachs-Haus: Hier finden regelmäßig Kleinkunst-, Stand-Up-Comedy-Shows und Auftritte bekannter deutscher Künstler statt
Und nun kommt noch ein Hinweis, den ich durch ein Gespräch erhalten habe:
„Rettungswege:
Da es für Rettungsfahrzeuge aufgrund des vielen Verkehrs sowieso schon schwer ist zu kranken oder verletzten Personen zu kommen, so ist eine Großbaustelle dieser Größenordnung lebensbedrohlich, denn jede Minute zählt bekanntlich. Sollte dieser Ringschluss also umgesetzt werden, so können die Folgen durch Verspätung der Rettungsfahrzeuge gravierend sein.
Überlegen Sie einmal, welche Folgen ein Ringschluss hat, nur damit einige Nutzer des ÖPNV´s nicht mehr umsteigen müssen? Und selbst, wenn es hierfür Zuschüsse gibt, auch unser Staat sollte Geld ausgeben, was an anderer Stelle wichtiger ist.
Wenn es notwendig ist, dass der ÖPNV ausgebaut wird, dann wäre es sinnvoll vorab die Preise, gerade bei den Kuzstrecken zu senken und oder die Taktung des SB 36 zu erhöhen, sollte der Bedarf vorhanden sein.
Begründung
Die Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs muss den tatsächlichen Bedürfnissen der Bevölkerung entsprechen und wirtschaftlich verantwortbar sein. Großprojekte dürfen nicht allein auf planerischen Annahmen beruhen, sondern müssen auf einer nachvollziehbaren Abwägung aller Vor- und Nachteile basieren. Diesbezüglich müssen alle davon betroffenen Bereiche der Stadt (z.B. Umweltamt/Wirtschaftsförderung) vorab eine Stellungnahme geben. Als weiteren Schritt sollten die anliegenden Bezirksvertretungen die Meinungen der Bürgerinnen und Bürger einholen, da diese den direkten Kontakt haben und das Wohnumfeld besser kennen. Sollten die Vorteile dann gegen die Bedenken sprechen kann dann eine Unternehmung mit einer Planung beauftragt werden.
Eine Verschwendung von öffentlichen Mitteln (egal ob aus Kommunalen Mitteln oder vom Bund) gerade bei einer schlechten finanziellen Lage der Stadt Gelsenkirchen muss aus meiner Sicht mit allen Mittel verhindert werden.
Sybille Hellier

Zu meiner Person
Direkt betroffene, da wohnhaft An der Rennbahn 8
In Gelsenkirchen geboren, zur Schule gegangen und bis auf 4 Jahre immer in Gelsenkirchen gelebt.
Und mein ganz persönliches Feedback zum Schluss:
Ich werde alles in die Wege leiten, um die Verwirklichung dieser Idee zu verhindern, angefangen mit einem Schreiben an die aus meiner Sicht hierfür verantwortlichen Parteien.
Ich liebe meine Stadt, bin hier geboren, setze mich viel ehrenamtlich ein, z.B. „runder tisch horst“, „Horst putzt sich heraus“, bin Mitglied vom Förderverein Schloß Horst, der Horster Werbegemeinschaft und Zukunft Horst und Inhaberin der Ehrenamtskarte.
Der Sitz meines kleinen im B2B Bereich angesiedeltes K.L.U.G-Netzwerk (insgesamt 120 Partner*innen) ist in Gelsenkirchen ansässig, mein neues Umweltnetzwerk KLUGe-Umwelt hat die Aufklärungskampagne „AufGEraucht“ gegen die Zigarettenkippen und zeige in meinen Vorträgen „Mehr Grün für das Stadtklima“, die grünen Seiten meiner Stadt.
Seit Jahren arbeite ich mit dem Künstler Johann Hinger an der Umsetzung eines modernen Kunstobjektes mit historischen Hintergrund, den „Horster Pferden“, welche im Nordsternpark aufgebaut werden sollen.
Sollte der Ringschluss kommen, werde ich entsprechende Konsequenzen ziehen, denn in einer solchen Stadt kann und will ich mich nicht mehr einsetzen.
Sollten Sie weitere Gründe benennen, die hier nicht aufgeführt sind, können Sie sich gerne mit mir in Verbindung setzten. Eine Unterschriftenliste kann per PDF zur Unterstützung heruntergeladen werden. Eine Online Petition ist in Vorbereitung.
Für Fragen können Sie sich gerne mit mir in Verbindung setzen:
Tel: 0174 51 74 139
Mail: info@hellier.de